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Wissenswertes zu CDN - Die Fakten kompakt

Internet CDN

Das Content Delivery Network (CDN) lässt sich als weltweites Serverknotensystem beschreiben, das multimediale Inhalte auf einem CDN-Knoten zwischenspeichern kann, um diese dem Nutzer aus kurzer Distanz möglichst schnell auszuliefern.

Funktionsprinzip des CDN

Aufgrund enormer Entfernungen, ist es technisch eine große Herausforderung, kontinuierlich eine globale schnelle Verbindung zu gewährleisten. Das Content Delivery Network sorgt anhand global verstreuter Server, für einen Zugriff auf den geografisch nächststehenden Knoten des Nutzers. Die Zwischenspeicherung der Inhalte auf einem Serverknoten, sorgt für eine Beschleunigung der Webseite, weil die Daten nicht immer vom Ursprungs-Server angefordert werden müssen, sondern nur vom Server aus der Nähe zum Nutzer übertragen werden. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Warte- und Ladezeiten der Inhalte, aufgrund der geringen Serverdistanz, für den Anwender möglichst kurz sind. Das CDN kann aber nicht nur die Geschwindigkeit der Datenauslieferung optimieren, auch der Bandbreitenverbrauch wird reduziert.

Auslagerung der Inhalte

Die auf den CDN-Servern gespeicherten Inhalte, sollten möglichst statisch und dadurch cash-fähig sein. Dazu zählen Texte, PDF-Dateien, Grafiken oder Skripte. Werden beispielsweise ständig benötigte JavaScript- und CSS-Dateien, jQuery-UI-Bibliotheken oder lizenzfreie Iconsets einer Webseite aufgerufen, lassen sich diese nebst Werbebannern oder speicherintensiven Videos auf das CDN auslagern. Ein paralleles Laden mehrere Daten ist via CDN zudem kein Hindernis. Unternehmen profitieren von einem CDN, einerseits durch die reduzierte Serverlast der eigenen Server, andererseits wird dadurch eine erhebliche Kostenersparnis erzielt. Ferner gibt es auch dynamische Inhalte, die durch den Nutzer verändert werden, sei es eine Datenbankabfrage oder eine Warenkorbfüllung im Online-Shop. Diese dynamischen, interaktiven Anwendungen sind für Cash-Server überwiegend ungeeignet, sodass diese Inhalte vom Ursprungs-Server angefordert werden müssen. Doch das CDN bietet auch passende Lösungen für Probleme aufkommender Latenzzeiten bei dynamischen Inhalten.

Implementierung

Um CDN für die eigene Webseite zu nutzen, müssen die Dateien, die beim CDN ausgelagert und kopiert werden sollen, dort angegeben werden. Im Anschluss muss die Webseite so eingerichtet werden, dass bei jeder Anfrage der gewünschten Dateien, eine Weiterleitung an das CDN stattfindet. Moderne CMS-Systeme (wie z.B. WordPress, Typo3, Joomla oder Drupal) bieten dafür dedizierte Plug-ins zur Konfiguration eines CDN-Anbieters an. Anderweitige Implementierungen erfordern gegebenenfalls Änderungen der DNS-Einträge oder am Servernamen der Webadresse.

Kosten

Die meisten der vorhandenen CDN-Servicedienste sind kostenpflichtig. Jedoch ist der Preis von den Anforderungen der Webseite abhängig. Vom Low-Budget Angebot für kleinere bis mittlere Webseitenprojekte für wenige Euros pro Monat, bis hin zum Full-Service CDN für große Unternehmen ist alles dabei. Die Kosten setzen sich aus der benötigten Bandbreite und Reichweite zusammen, sowie dem benötigten Sicherheitsanforderungen. Die Abrechnung basiert oft auf der Zahl der Webseitenaufrufe. Viele Tarife sind da relativ flexibel. So macht es beispielsweise wenig Sinn, einen Serverknoten für Südamerika oder Asien zu bestellen, wenn die eigene Webseite überwiegend nur von Europäern aufgerufen wird.

Auswahl namhafter CDN-Anbieter

Verschiedene CDN-Anbieter dominieren den Markt. Vor allem Akamai Technologies sticht als globaler Marktführer mit über 200.000 Servern in über 110 Ländern und über 1400 Netzwerken besonders hervor. Ihre Spezifikation liegt insbesondere in der Beschleunigung von statischen und dynamischen Inhalten, dennoch werden Sicherheitsdienste in Form von Application-Firewalls angeboten. Auch Limelight Networks hat sich seit 2001 als CDN-Anbieter etabliert, das zudem auch cloudbasierte Serviceleistungen anbietet. Zu den weiteren namhaften Anbietern gehören CDNetworks, das in Asien und Russland stark vertreten ist, CloudFront als Teil der Amazon Web Services, Level 3 Communications und das zu Verizon gehörende EdgeCast.